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 Manöver-Übung der 104. Rekruteneinheit

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Dirk Reineke

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BeitragThema: Manöver-Übung der 104. Rekruteneinheit   So Jul 15, 2018 5:18 am

~ Fernab des üblichen Übungsgeländes muss sich eine Handvoll von Rekruten den Qualen eines mehrtägigen Manövers stellen. Die Aufgabenstellung: Orientiert euch anhand verfügbaren Kartenmaterials, schlagt ein Lager an ausgewähltem Platze auf und harrt auf Posten aus, bis die Ablösung eintrifft. Oder anders gesagt: Haltet die Landkarte richtig herum und überlebt!

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Annie Leonhardt

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Anzahl der Beiträge : 40
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BeitragThema: Re: Manöver-Übung der 104. Rekruteneinheit   Fr Jul 20, 2018 2:57 am

Durch strömenden Regen ritten fünf Rekruten. Was sie bei diesem Hundswetter nach draußen trieb, war ein Manöver, das einen Erkundungsritt darstellen sollte. Die Aufgabe war simpel: Die Karte gab einen Punkt vor, an dem sie zu lagern hatten. Dort würden sie mehrere Tage lang ausharren und sich dann auf den Rückweg machen. Problematisch würde die Frage der Verpflegung werden: Es gab nicht genug Proviant für die veranschlagten Tage. Zumindest nicht, wenn man nach vollen Rationen ging. Sicherlich, man könnte die Lebensmittel wohl strecken, doch einer der Rekruten hatte dagegen bereits aufbegehrt.
Connie Springer, ein Junge mit kahlgeschorenem Kopf und unerschütterlichem Selbstbewusstsein, war dagegen, nicht die volle Portion zu essen.
Macht euch keinen Kopf ums Essen, hatte er gesagt, Ihr habt schließlich mich dabei! Und ich weiß ganz genau, wo man Essen findet! Dann hatte er begonnen, an den Fingern aufzuzählen, wie reichlich gedeckt der Esstisch der Natur doch war. Es ist Beerenzeit. Es gibt Kräuter. Es gibt Kaninchen. Es gibt Vogeleier. Es gibt Pilze. Es gibt sogar Wurzeln oder Würmer! Und es ist so nass, da können Fische auch nicht weit sein! Seine Augen hatten geschimmert bei dem Gedanken an all die Leckereien, die sich - seiner Meinung nach - überall verbergen mussten. Wir werden schlemmen wie die Könige. Wir werden sogar besser essen als unsere Kameraden, die daheim blieben, hah!

Mindestens einer seiner Kameraden wurde nicht so sehr von Connies Unternehmungslust mitgerissen. Annie Leonhardt war insgeheim davon überzeugt, dass Connie schon Schwierigkeiten hatte, morgens seine Unterhose zu finden. Die Chancen, dass er irgendetwas Essbares auftrieb, hielt sie also nicht für hoch.
Hauptsache, er jubelt uns nicht irgendeinen giftigen Pilz oder so etwas unter. Krankheitsfälle würden am Ende nur dafür sorgen, dass die Übung abgebrochen wurde. Und wiederholt werden musste. Annie konnte gut darauf verzichten. Sie hasste jegliche Manöver, die über mehrere Tage am Stück gingen. Grimmig schwieg sie, die Lippen fest zusammengepresst, und zog die Kapuze etwas tiefer ins Gesicht.
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Alex Wolf

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BeitragThema: Re: Manöver-Übung der 104. Rekruteneinheit   So Jul 22, 2018 7:31 am

Tiberius Morgenstern war ein Mann von Größe. In vielerlei Hinsicht. Er maß etwa 2,01 m und war früher ein wahrlich guter Kämpfer. Sein Dienst fristete er damals in der Aufklärung und erlebte dort viele Dinge, die ihn noch heute in der Nacht verfolgten. Genauso viele Dinge, wie Morgenstern erlebte, gab es auch Gerüchte über ihn. Angeblich sprang er Mal in den Rachen eines Titans, wo er den Mund mit bloßer Körperkraft aufstempte um einen Kameraden zu retten. Andere behaupteten er habe mit zwei gebrochenen Beinen einen Titanten niedergerungen. Die Schauergeschichten waren skuriller den je. Nur über eine Geschichte waren sich die Menschen nicht ganz einig: Der Verlust seines linken Auges. Der eine oder andere munkelte, dass es bei einem größeren Manöver passierte. Wieder andere behaupteten, er hätte sich das Auge selbst genommen nachdem seine Frau gestorben ware - als Zeichen seiner eigenen Schwäche. Es gab sogar vereinzelt Gerüchte, dass er sich mit einem höheren Tier angelegt habe und sich dabei diese Verletzung zuzog.
Der einzige, der die Wahrheit kannte war Tiberius und der schwieg über alles. Niemand wusste was wahr war an ihm und was nicht. Allerdings konnte man zumindest über eine Sache sicher sein:

Tiberius Morgenstern war äußerlich und innerlich so hart wie Stein.

Genau dieser Tiberius Morgenstern wurde vor längerer Zeit als Ausbilder der Rekruten abgestellt. Vielleicht hatten sich die Jahre nun beim ihm bemerkbar gemacht oder er liebte es junge Leute zu quälen? Auch an diesem Tag zeigte sich der Mann von seiner besten Seite. Er hatte seit Tagen auf regenerisches Wetter gewartet und war dann mitten in der Nacht in das Lager der Rekruten geplatzt als es endlich soweit war. Die Gruppe bekam nur das nötige mit. Eine Ration die nicht für 7 Tage hielt und ein paar Worte zu dem Auftrag. Auch wenn er verschwieg, dass er sie auf die Probe stellen würde. Sie würden die nächsten Tage nicht einfach nur rumlungern... er würde ihnen das Leben höllisch schwer machen, wenn sie sich dämlich anstellten.

Mitglied dieser kleinen Gruppe war auch Alexander Horst Wolf. Von vielen einfach nur Alex genannt. Bisweilen kannte noch niemand das er Horst hieß - benannt nach seinem Urgroßvater der ein großer Kommander war. In der Familie Wolf gab es eine über Generationen andauernde Militärpräsenz, die dazu beitrug das die Blutlinie fast vollständig ausradiert wurde. Übrig blieb nur er. Ein dratiger junger Mann. Die meiste Zeit miemte er den gelassenen und ruhigen. Aber in Wahrheit klebte eine massige Last auf seinen Schultern. Er wusste, dass er der letzte war und es gab die einen oder anderen, die ihn tatsächlich nur anhand des Namens erkannten. So auch Morgenstern, der ihn daraufhin das Leben noch um einiges schwerer machte. Fast so als hätte er nicht genug Probleme. Alex war beispielslos gut. In fast allen Bereichen. Aber das schaffte er auch nur, weil er mehr trainierte und mehr lernte als die anderen. Während alle von einem Gewaltmarsch Tod im Bett lagen, lernte er noch einiges aus Büchern oder trainierte noch weiter. Immerhin musste er seinem Namen alle Ehre machen, auch wenn es nur zum Schein sein sollte. Er hatte furchtbare Angst vor Titanen. Seine ganze Familie war ihnen zum Opfer gefallen. Allein der Gedanke an diese Monster bereitete ihm bereits Schweißausbrüche. Vermutlich wäre er in den wahren Gefechten alles andere als hilfreich!

Alex verzog das Gesicht als sein Blick nach vorne zu Connie ging, der mit seinem Gerede ihn fast einwenig nervös stimmte. Das viele Geschwaffel hinterließ bei ihm wieder Mal Leistungsdruck.
"Halt mal die Luft an Connie. Wir sind hier nicht auf einem Campingausflug", warf er nach vorne und musste dabei seine Stimme ein wenig mehr erheben, um gegen den Regen anzukommen. "Wenn es soweit ist, dass wir uns gegenseitig auffressen wollen, können wir entscheiden ob wir die Zeit damit verschwenden Pilze zu sammeln." Er war voll der Meinung, dass sie das Essen rationieren sollten. Später würdn sie immerhin auch keine reiche vielfalt an Natur haben um zu überleben oder?
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Jean Kirschstein

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Anzahl der Beiträge : 34
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BeitragThema: Re: Manöver-Übung der 104. Rekruteneinheit   So Jul 22, 2018 8:13 am

"Wieso ...", murmelte Jean vor sich her, immer und immer wieder. Er verstand es nicht. Wieso musste diese verdammte Übung genau heute sein, genau jetzt. Genau während dem schlimmsten Wetter überhaupt. All' die Tage zuvor, an dennen sie kaum was zutun gehabt hatten und an dennen das Wetter wunderbar sonnig gewesen war, gab es keine Übung und kaum fing es an zu Regnen ... Jean seufzte. Er mochte ihren neuen Ausbilder nicht. Gut, er hatte auch Keith nicht besonders gemocht, doch es schien, als ob Ausbilder Morgenstern noch eine Stufe schlimmer zu sein schien, als Shadis.
Mit was hatte er das verdient? Er wollte doch einfach nur unter die zehn besten Rekruten kommen damit er später zur Militärpolizei gehen konnte. Mehr wollte er nicht. Doch um das zu erreichen musste er erst einmal gute Noten bekommen. Und das wiederum bedeutete, dass er sich durch diese verdammte Manöverübung durchbeissen musste. Ganz egal ob er wollte oder nicht.
Als Connie dann anfing zu sprechen, hob Jean den Kopf, lauschte seinen Worten und zog die Augenbrauen zusammen. Das waren ja tolle Aussichten.
"Gut ist Sasha nicht in unserer Gruppe ...", sprach der Hellbraunhaarige dann, "Da hätten wir gleich heute Abend mit Pilze sammeln beginnen können. Die hät' uns sicher auch noch die Haare vom Kopf gefressen."
Das Kartoffelmädchen war glücklicherweise einem anderen Manöverteam zugeordnen worden. Jean war froh drum, vor allem jetzt, da bekannt war, dass ihre Rationen noch nicht einmal für die Tage ausreichte, die sie für die Manöverübung brauchten. Das war einfach nur grausam ...
Er sah von Connie zum Rest der Gruppe. Alex Wolf kannte er kaum, hatte nie gross mit ihm gesprochen aber es hiess, er soll ziemlich fleissig sein. Aber was den Umgang mit dem 3D Manövergerät anging, konnte er ihm sicher nicht das Wasser reichen! Darin war Jean einer der Besten, einmal abgesehen von Mikasa, die sowieso in allem die Beste war. Die würde mit Sicherheit zur Militärpolizei gehen können ...
Sein Blick glitt weiter. Einen flüchtigen Moment sah er das Mädchen mit den dunkelblonden Haaren. Unter ihrer Kapuze konnte er kaum ihr Gesicht erkennen. Alica Winter. Von ihr wusste er so gut wie gar nichts. Bis zu diesem Tag wusste er noch nicht einmal, dass sie existierte. Sie war immer ruhig, zurückgezogen, in sich gekehrt ... Ein seltsames Mädchen. Aber damit war sie nicht alleine. Jeans Blick glitt weiter. Er erkannte Annie Leonhardt. Auch sie war still und eine typische Einzelgängerin, aber im Gegensatz zu Alica fiel sie auf. Sie war bekannt dafür, fast unschlagbar im Nahkampf zu sein. Ihre Technik war tadellos, selbst Mikasa konnte sie das Wasser reichen.
"Hey, Annie.", sprach er dann und liess sich zu ihr zurückfallen, "Was glaubst du? Ich bin mir ziemlich sicher, dass unser Ausbilder mit Absicht gewartet hat bis es regnet. Die letzten Tage war andauernd schönes Wetter und wir haben kaum was gemacht. Noch nicht einmal gross Übungen. Das ist doch seltsam, oder?", er sprach leise, so, dass nur Annie ihn hören konnte und vielleicht auch noch Alica, die ihn in diesem Moment mit einem Seitenblick musterte.
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Annie Leonhardt

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BeitragThema: Re: Manöver-Übung der 104. Rekruteneinheit   So Jul 22, 2018 10:13 pm

Pilzesammeln sollte eine Verschwendung sein? Connie drehte sich so weit im Sattel um, wie es ihm möglich war. Aber Alex!, rief er aus, mit einer Stimmlage, die vor persönlicher Enttäuschung nur so triefte. Die beiden verband keine nennenswerte Freundschaft, die über die übliche Kameradschaftlichkeit hinaus ging, doch wenn man Connie nun nach Luft schnappen hörte, könnte man meinen, sein bester Freund habe ihm soeben einen Dolch in den Rücken gerammt.
Pilze sind die kleinen, schwammigen Schätze des Waldes! - Pass auf, ich gehe sogar so weit, dass ich meinen Anteil an Rationen eintausche gegen deinen Anteil an allen Pilzen, die wir finden werden. Und, und, und ... ich gehe die Wette ein, dass du mich anflehen wirst, dies rückgängig zu machen. Ja!
Alex Wolf mochte geglaubt haben, Connie mit der Anweisung, die Luft anzuhalten, zum Schweigen bringen zu können. Doch das Gegenteil war der Fall gewesen.

Das Gerede über Wetten ging weit über Annies Kopf hinweg. An solchen Spirenzchen hatte sie keinen Anteil. Irgendein Dummer lud sie ab und an noch immer dazu ein, doch Klügere wußten, dass sie solchen Spielchen sowieso eine Abfuhr erteilen würde.
Jean Kirschstein ließ sich ein wenig auf ihre Höhe zurückfallen. Sie schaute nichtmals hin, bis er sie ansprach, und selbst dann vergingen einige Momente, bis sie den Kopf drehte.
Klingt, befand sie knapp, paranoid.
Mehr hatte sie eigentlich auch gar nicht sagen wollen. Doch wenn man nach seiner Meinung gefragt wurde, dann war das selbst für Annie eine ... seltsame Sache. Es zwang sie auf magische Weise, mehr als nötig von sich zu geben. Spielt es eine Rolle? Vielleicht gibt es mehr Punkte. Dann fände ich es sogar klasse. Sie schniefte und schüttelte sich, als ein dicker Regentropfen auf ihrer Nasenspitze landete. Du doch auch, oder?
Im Gegensatz zu Jean senkte Annie ihre Stimme kein bisschen.
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Alex Wolf

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BeitragThema: Re: Manöver-Übung der 104. Rekruteneinheit   Fr Jul 27, 2018 11:01 am

Genervt von Connie verdrehte Alexander die Augen. Normalerweise versuchte er immer den ruhigen oder gelassenen zu Miemen, aber das war er keinesfalls.
"Mir sind deine Pilze sowas von egal", erwiderte er brummend und wischte sich mit seinem nassen Ärmel über sein Gesicht. Seine Kleidung klebte, wie eine zweite Haut an ihm.
"Du solltest mehr deine Gedanken damit verschwenden darüber nachzudenken, wie wir trockene Kleidung bekommen!", raunte er ihn forsch zu. "Hattest du nicht auch die Karte? Ich glaube du hast seit gut 20 Minuten nicht einen Blick darauf geworfen. Reiten wir überhaupt in die richtige Richtung?" Alex zügelte die Geschwindigkeit von seinem Pferd und blickte sich dann in der nur karg beleuchtenden Umgebung um.
"Den einzigen Schatz des Waldes, den ich mir gerade wünsche, ist eine trockene Umgebung und keine nasse Shorts." Seine Laune erreichte den Tiefpunkt des Tages. Warum kam der Ausbilder ausgerechnet heute auf die Idee, dass sie eine Übung machen sollten mit Proviant das nur wenige Tage ausreichte.
"Wir werden im Gefecht auch kein Wald haben... wenn wir in der Stadt kämpfen", entwich es dann seinen Lippen nochmals zu Connie, der nach wie vor auf seine Pilztheorie verharrte.
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Alica Winter

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BeitragThema: Re: Manöver-Übung der 104. Rekruteneinheit   Do Aug 02, 2018 7:26 am

Alica war bisher still gewesen. Hatte den Jungs zugehört und auch Jean, der mit Annie sprach, die jedoch nur wortkarge Antworten gab. Alica hatte bloss zugehört. Stumm und still. Hatte sich in der Umgebung umgeblickt und sich gefragt, wie lange die Reise wohl noch dauern mochte. Hatte sich gefragt, wieso nicht einfach sofort, hier und jetzt ein Titan auftauchen und sie verschlingen konnte. Sie würde ihm einfach in den Mund springen und sich auffressen lassen ... Denn selbst hatte sie nicht den Mut dazu, es zu beenden.
Sie schluckte. Mit ihrer linken Hand wischte sie sich eine nasse Haarsträhne aus ihrem Gesicht, welche an ihrer Wange klebte.
Sie war es leid, alleine zu sein. Sie war es leid, an ihre verstorbene Familie und Verwandten zu denken. An ihre beste Freundin, an ihre Schwester ...
Nur am Rand konnte sie Alex' Stimme vernehmen, welcher Connie gerade darauf aufmerksam machte, dass er schon irre lange nicht mehr auf die Karte geblickt hatte.
Sie dachte einen Moment darüber nach, einfach zu schweigen und nichts zu sagen, doch sie war sich ziemlich sicher, dass sie an ihrem Ziel vorbei reiten würden, wenn sie sich nicht bald nach rechts hielten. Denn bevor sie losgeritten waren, hatte sie ebenfalls einen Blick auf der Karte erhascht. Sie hatte sich besondere Stellen gemerkt und genau eine solche konnte sie nun ausmachen. Es war ein Weg, eingezeichnet mit drei Gabelungen und ganz in der Nähe ein kleiner Wald. Das musste die Stelle sein, die sie auf der Karte gesehen hatte.
Sie gab ihrem Pferd die Sporen und brachte es auf die Höhe von Connie und Alex.
"Ich glaube, wir müssen nach rechts.", murmelte sie dann und sah in jene Richtung, "ansonsten laufen wir an unserem Ziel vorbei."

Jean indess blickte Annie bloss mit hochgezogenen Augenbrauen an.
"Mehr Punkte?", wiederholte Jean und liess sich den Gedanken durch den Kopf gehen. Natürlich war das gut, aber irgendwie konnte er sich das nicht vorstellen, dass das richtig war.
Aber was kümmerte ihn schon, ob es fair gegenüber den anderen war oder nicht? Wenn sie die Chance dazu hatten, dann würde er sie mit Sicherheit wahrnehmen.
Gerade hörte er, wie Alica zu Connie sprach. Eilig brachte er sein Pferd ebenfalls auf deren Höhe und riss dem Glatzkopf einfach die Karte aus der Hand.
"Alter, Connie, du kannst keine Karten lesen, wieso hast du die eigentlich in der Hand?", sprach Jean gereizt. Der ganze Regen machte ihn mürbe, es ärgerte ihn, dass er bis auf die Unterkleider durchnässt war, sein Bauch knurrte und er sehnte sich nach einem warmen Feuer.
Und dieser Trottel war nicht imstande, die Karte richtig zu lesen ...
"Hier lang!", erklärte er und lenkte sein Pferd nun nach rechts.
Alica folgte ihm, liess sich jedoch leicht zurückfallen, aber das bemerkte Jean nicht. Er war zu sehr fixiert darauf, endlich am Zielpunkt anzukommen und ein warmes Feuer entfachen zu können ...
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Connie Springer



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BeitragThema: Re: Manöver-Übung der 104. Rekruteneinheit   Sa Aug 04, 2018 3:29 am

Connie verstand nicht ganz, wie er Proviant aus seinen Gedanken streichen und stattdessen über trockene Kleidung nachdenken sollte. Es goss schließlich in Strömen. Trockene Kleidung? Keine Möglichkeit! Essen? Immer eine Möglichkeit!
Unsere Kleider werden trocknen, sagte er lässig, sobald die Sonne wieder scheint. So einfach ist das.
Gar nicht mehr so lässig reagierte er, als er auf die Karte angesprochen wurde. In der Tat, er hatte schon länger nicht mehr einen Blick darauf geworfen.
"Ich glaube, wir müssen nach rechts. Ansonsten laufen wir an unserem Ziel vorbei", sagte unvermittelt eine Stimme neben ihm, die so sanft und leise war, dass er sie fast überhört hätte. Er schreckte fast ein wenig auf, als er Alica neben sich bemerkte.
Ähm. Ähm. Nun kramte Connie die Karte hastig hervor. Ähm. Ähm! Wir müssen - Doch schnell wie ein Schatten zog ein weiterer Reiter mit seinem Pferd auf gleiche Höhe. Jean grapschte ihm die Karte aus der Hand.
"Alter, Connie, du kannst keine Karten lesen, wieso hast du die eigentlich in der Hand?"
Connies Augen glänzten feucht, und nicht wegen des Regens. Er streckte die Finger nach der Karte aus wie nach einem Rettungsseil. Aber ... aber ... aber ...

Annies Gespräch mit Jean war rasch zu einem Ende gekommen. So wie alle Gespräche zu einem raschen Ende kamen, natürlich. Aufmerksam aber verfolgte sie, wie Jean auf die Aussicht auf mehr Punkte reagierte. So viel Energie. Wie üblich war der Kerl so grob und brastig, dass es fast an Arschlöchrigkeit grenzte. Für sein großes Ziel, einen Platz in den Besten Zehn, würde er vermutlich sogar einen Mord begehen.
Darin sind wir uns ähnlich. Annie hatte bereits fest geplant, irgendwann in das Büro des Ausbilders einzubrechen und die Bestenliste abzugreifen. Und falls sie selbst, oder einer ihrer Kameraden, nicht auf dieser Liste war, würde sie mit entsprechenden Mitteln dafür sorgen müssen. Beinbrüche mochten reichen.
Annie gab  ihrem Pferd nun ebenfalls die Sporen und jagte hinter Jean her, als gelte es, vor ihm am Zielpunkt anzukommen.

Schließlich erreichte die Gruppe den Lagerplatz: Es handelte sich um eine sanfte Erhöhung im Gelände, von einem kleinen Eichenwäldchen umgeben. Das Blätterdach sorgte immerhin dafür, dass der Regen nicht mehr als Sturzbrach auf sie einplätscherte.
Annie schwang sich aus dem Sattel, band ihr Pferd an einem niedrigen Ast fest und zog das dicke Bündel vom Rücken des Tieres, welches einen Schlafsack und eine Zeltplane enthielt. Sie schulterte die Last und marschierte damit auf Alica zu, dem einzigen anderen Mädchen.
Komm. Zeltbau, murmelte sie ihr zu.
Jeder Rekrut hatte eine eigene Zeltplane. Beim Lagern wurden diese Planen jedoch nicht einzeln aufgestellt, sondern miteinander verbunden. So erst ergaben sich die Zelte, in denen man halbwegs Platz fand.

Connie trat an Alex und Jean heran, ebenfalls sein Bündel geschultert. Leute! Idee! Statt einem Zelt bauen wir ein Dach! Einen Regenschutz für ein Feuer, wie wär das?!
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Alex Wolf

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BeitragThema: Re: Manöver-Übung der 104. Rekruteneinheit   Fr Aug 17, 2018 9:14 am

In Schwarzmalerei und voller Fantasielosigkeit war Alex sehr gut. Er warf immer wieder ein paar Blicke in die Umgebung und fragte sich wirklich, ob diese Übung ein Scherz sein sollte. Es regnete, war dunkel und ihre Sicht war eingeschränkt. Ein Wald verbesserte es gerade nicht. Die Worte von Connie halfen nicht gerade dabei, dass sich Alex wohler fühlte. Allerdings wollte er auch nicht die Verantwortung für das Kartenlesen übernehmen. Ansonsten hieß es nur, dass er die ganzen Fehler machen würde. Genau in diesem Augenblick hörte er die Bemerkung von Jean hinter sich, der in Frage stellte, dass Connie das Kartenlesen wirklich drauf hatte. Die Frage stellte sich auch Alex schon.
"Weil Morgenstern ihm die Karte in die Hand gedrückt hat!" Ihr Ausbilder wusste vermutlich, dass Connie keine Karten lesen konnte. Es war fast so als brachte er sie mit Freude immer wieder in unangenehme Situationen.
Alexander biss sich auf die Unterlippe. Vielleicht bekamen sie ja wirklich Punkte hier für. Dann benötigte er auf jeden Fall welche! Tief in Gedanken versunken, bemerkte er jedoch nicht, dass Jean längst eine Richtungsänderung vornahm. Fast einwenig erschrocken stieg er in die Eisen und bremste das Pferd aus. Das Tier war selbst davon erschrocken, schlidderte über den nassen Boden und stieg soweit nach hinten, dass es den jungen Mann aus den Sattel riss. Recht schmerzhaft landete er in einer schlammigen Pfütze. Kaltes Wasser sog sich sofort durch seine eh schon nasse Kleidung. Er schauderte kurz und stöhnte. Dann drückte er sich schwerfällig wieder auf und rieb sich kurz den schmerzenden Rücken. Wütend auf das Pferd - was mit Sicherheit keine Schuld traf - griff er die Zügel, hielt es fest und stieg zurück.
"Blöder Gaul", brummte er und änderte die Richtung um nun als letzter seinen Kameraden zu folgen. Wenn er so leicht aus dem Sattel geworfen wurde, konnte er es bei Titanten-Manöver schon vergessen.
Weiter vorne erkannte er dann, dass seine Kameraden tatsächlich anhielten. Zuerst glaubte er, dass sie es wegen ihm taten, aber es konnte auch gut sein, dass sie angekommen waren.
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Manöver-Übung der 104. Rekruteneinheit
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