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 [Stohess] Die Unterstadt

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Dirk Reineke

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BeitragThema: [Stohess] Die Unterstadt   So Aug 26, 2018 10:46 pm

Einstmals planten die Stadtherren den Bau von weitläufigen Wohnkomplexen, direkt unter dem Fundament von Stohess. Eine zweite Stadt in der Tiefe hatte man im Auge gehabt, ganz wie es sie auch im Sina-Territorium gab. Doch man rückte von diesen Plänen ab, offiziellerweise aus Kostengründen. Möglicherweise fürchtete man aber auch, dass es üble Folgen haben könnte, wenn man den zwielichtigen Gestalten der Stadt die Möglichkeit gab, sich noch unauffälliger zu versammeln.
In jedem Falle wurde die Unterstadt von Stohess nie gebaut. Höhlen und Gänge aber gibt es dennoch, und sie erstrecken sich als Netz weit durch die Stadt.
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Jean Kirschstein

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BeitragThema: Re: [Stohess] Die Unterstadt   Sa Sep 01, 2018 2:07 am

Konnte es wirklich sein? War es möglich, dass sich unter ihnen ein Verräter befand? Ein Verräter, der sich in einen dieser übermächtigen Titanen verwandeln konnte? Jean hatte es im ersten Moment nicht glauben wollen. Niemals wäre er auf diese völlig abstruse Idee gekommen, dass ein Mensch sich in einen Titanen verwandeln könnte, das war wider jeglicher Gesetzte und dann kam Eren.
Eren hatte gezeigt, dass es doch möglich war. Ein Mensch konnte sich in einen Titanen verwandeln.
Es hatte die Welt des Hellbraunhaarigen völlig auf den Kopf gestellt. Das sollte eigentlich nicht möglich sein und doch entsprach es der Realität.
Und nun waren sie hier, in Stohes und versuchten die Identität eines weiteren Titanen zu entschlüsseln. Die Identität der Schreckensgestalt der 57. Expedition.
Sie hatten bisher bloss haltlose Indizien und Vermutungen, nichts, dass ihnen reichen könnte. Nahmen sie die Person voreilig gefangen, könnte sie auch einfach so tun, als wäre sie kein Titan und spätestens nach ein paar Tagen Gefangenschaft müsste man die Person wieder in die Freiheit entalssen. Sie mussten sie also in eine Falle locken um sicher gehen zu können, dass sie keinen unschuldigen Menschen für eine Sache verurteilten, die er dann womöglich gar nicht begangen hat ...
Doch Armin war sich in dieser Sache wie noch nie zuvor und wenn sich der kleine Blonde bei etwas so sicher war, dann konnte es eigentlich gar nicht falsch sein. Oder?
Jean liess seinen Blick zu Armin gleiten, musterte ihn kurz. Sie waren zu Fünft utnerwegs, hatten Annie zu ihrer Gruppe dazugeholt in dem sie ihr erzählt hatten, dass sie Eren aus der Stadt rausschmuggeln wollten. Der Plan war Armins Köpfchen entsprungen, also war er gut, doch Annie war nicht dumm, was, wenn sie ihre kleine Scharade durchschaute?
Er rückte die Kapuze des Regenmantels zurecht, die er sich über den Kopf gezogen hatte, immerhin mussten sie im Moment so tun, als ob man sie nicht erkennen dürfte.
Doch was, wenn Annie nicht der weibliche Titan war? Was, wenn sie bei ihr auf die völlig falsche Karte gesetzt hatten?
Jeans Blick glitt zu Eren. Was würde dann mit ihm geschehen? Immerhin wollte die Militärpolizei - aus Sorge für die gesamte Menschheit ... - Eren in Gewahrsam nehmen und im schlimmsten Falle auch gleich töten.
Er presste die Zähne aufeinander, das durften sie nicht zulassen. Jean empfand es nach wie vor als nicht richtig, dass sie einen Titanen auf ihrer Seite hatten und im Grunde Feuer mit Feuer bekämpften, doch hier ging es nicht nur darum, das Eren ein Titan war, er war auch ihr Freund und alleine deswegen mussten sie alles daran setzten, dass die Militärpolizei ihn nicht in die Finger kriegen durfte.
Die Militärpolizei ... Er seufzte innerlich leise. Wenn er daran dachte, dass er einst eigentlich zu diesem Regiment hatte gehören wollen, wurde ihm schlecht. Er hasste die Militärpolizei inzwischen, konnte die Korruptheit dieser Drecksäcke nicht ausstehen.
Ob er genau so scheisse geworden wäre, wäre er dorthin gegangen? Wäre er zur Militärpolizei gegangen, wenn Marco nicht gestorben wäre ...?
Der Hellbraunhaarige sah nach vorne, erblickte Annies Hinterkopf. Sie lief an der Spitze, führte sie durch Stohess, immerhin war sie die Militärpolizistin.
"Hey, Annie ...", sprach er dann und schloss zu ihr auf, ein nettes kleines Gespräch für Zwischendurch konnte ja nicht schaden ..., "Sag' Mal, wie ist es so bei der Militärpolizei? Lässt du's dir gut gehen? Ist es wirklich so angenehm wie man sich immer erzählt?", oder hatte die Korruptheit sie auch bereits erreicht?
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Annie Leonhardt

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BeitragThema: Re: [Stohess] Die Unterstadt   Sa Sep 01, 2018 3:22 am

Die Kundschafter waren ein seltsames Völkchen. Wahrlich ein Sammelbecken für die Irren und die Abenteurer, die Idealisten und die Lebensmüden.
Nachdem die letzte Unternehmung der Kundschafter, die 57. Expedition, blutig gescheitert war, hatte die Militärpolizei ihre Ansprüche auf Eren Jäger erneut geäußert. Und diesmal hatte sie ihren Willen offenbar durchgesetzt: Eren würde ins Allerheiligste des Landes gebracht werden, hinter Mauer Sina und in die gelobte Hauptstadt. Doch offenbar hielten die Kundschafter noch an Eren fest, denn sie hatten einen Plan ersonnen, ihn zu behalten. Einen Plan, der zu dieser verschrobenen Truppe passte.
Bis hierhin, bis Stohess, hatten sie mitgespielt. Und es aussehen lassen, als gäben sie Eren her, wie es sich für disziplinierte Soldaten gehörte. Doch nun, so hatte Armin es erklärt, würden sie vom Gehorsam abweichen. Ein kleiner Teil der Einheit sollte den Aufstand proben, und Eren sollte untertauchen.
Annie fragte sich, wo ihre Komplizen waren. Gehörten sie zu dem verschworenen Teil der Kundschafter, der sich zusammen mit Eren in die Büsche schlagen sollte? Oder waren sie bei jenen Soldaten, die unschuldig mit den Schultern zucken und sagen würden: "Tut uns leid, wir wissen nicht, wo er ist"?
Sie sind nicht hier. Doch das muss nichts bedeuten. Es wäre gut, Gewissheit zu haben. Wenn die Kundschafter ihren Plan umsetzten, würde Eren verschwinden, und das würde jeden erneuten Entführungsversuch zum Scheitern verurteilen. Zumindest jeden Versuch von ihrer Seite her. Und falls Reiner und Berthold zu den Unschuldslämmern gehörten, würden sie vermutlich auch von nichts wissen!
Was soll ich machen? Wenn ich sie überhaupt aus der Stadt schmuggeln kann, werden sie mich anschließend wieder zurücklassen. Und dann ist Eren endgültig aus meiner Reichweite verschwunden. Durfte sie das riskieren? Das Grübeln bescherte ihr leichte Kopfschmerzen. Verstohlen warf sie Armin einen Seitenblick zu. Er hatte sie vorhin von der Seite angesprochen und für diese waghalsige Aktion rekrutiert. Es machte Sinn, dass er sie gefragt hatte. Immerhin war Annie die Einzige des 104. Zuges gewesen, welche die Chance wahrgenommen hatte, in die Militärpolizei einzutreten. Damit war sie auch ihr einziger Kontakt. Niemand anders konnten sie fragen. Also machte es auch Sinn, wie hartnäckig er gewesen war. Oder nicht?
Dennoch trug sie den Ring. Den Ring mit dem winzigen Klappmesser. Nur für alle Fälle. Denn ihr saß eine Stimme im Nacken, die ihr fortwährend zuraunte, dass etwas nicht stimmte. Vielleicht hätte sie Nein sagen sollen, eisern bleiben sollen.
Dann wäre Eren nun vielleicht weg. - Egal, Reiner und Berthold hätten sich eben abstrampeln müssen, ihn zu finden! - Nein, es ist der falsche Moment, kleinlich zu sein.
Außerdem hatte Armin ihren Schwachpunkt getroffen. Er hatte sie zu einer netten Person erklärt. Sie hatte nicht widerstehen können, darauf anzuspringen. Auch wenn die Vorsicht in ihr förmlich aufgeschrien hatte. Da war etwas in ihr, das Armin gegenüber nicht schlecht sein wollte. Das gleiche Etwas, das verhindert hatte, dass Armin während der Expedition zu Muß zertrampelt worden war.
Sie war so sehr in Gedanken, dass Jean sie ein wenig erschreckte.
"Sag' Mal, wie ist es so bei der Militärpolizei? Lässt du's dir gut gehen? Ist es wirklich so angenehm wie man sich immer erzählt?"
Sie warf ihm einen schrägen Seitenblick zu. Neugierig, was du verpasst, Jean?, dies ging ihr durch den Kopf. Ihre Miene blieb unbewegt.
"Angenehm ist es für die Vorgesetzten", erwiderte sie trocken. "Die kleinen Dienstränge erledigen alle Fußarbeit." Ihr lag noch etwas mehr auf der Zunge. Sie wollte ihm sagen, dass es noch eine kleine Weile dauern würde, bis es für sie so angenehm wäre, wie er es sich ausmalte. Doch Jean ins Gesicht zu schauen, war ... irgendwie schwer. Sie sah ihn hier, und in ihrem Kopf sah sie sein entsetztes Gesicht auf der Ebene von Mauer Maria. Als er auf ihre Faust zugeflogen war. Jedenfalls redete sie sich ein, dass er auf die Faust geflogen war. Es hatte keinen so üblen Nachgeschmack wie der Gedanke, dass sie nach ihm geschlagen hatte. Zu ihrer aller Glück war Jean ein erstklassiger Flieger und hatte geistesgegenwärtig ausweichen können. Sein Blut hätte an ihren Händen geklebt. Buhstäblich.
Lenk dich ab. Ihr Geist drohte, an die dunklen Orte ihres Gedächtnisses zu wandern. Gewöhnlich hätte sie das Gespräch nun verebben lassen. Doch das hätte genau jetzt keine guten Folgen.
"Und wie ist es bei euch?" Annie drehte den Kopf, warf Eren einen Schulterblick zu. "Sind die Kundschafter so, wie die Leute sagen?"
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Eren Jaeger

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BeitragThema: Re: [Stohess] Die Unterstadt   Do Sep 06, 2018 12:33 am

In den letzten Tage hatte sich viel für Eren bewegt. Sie hatten viele gute Menschen verloren. Die Bilder des Verlustes klebten noch immer wie Schleim in seinem Kopf. Wie einige von ihnen an ihren 3D-Geräten an den Bäumen herunter hingen, wie Marionetten, dessen Puppenspieler sie im Stich gelassen hatte. In den Augen von Eren ließ auch er seine Kameraden im Stich. Er bereute seine eigene Entscheidung, dass er sich nicht in den Titan verwandelte um alle zu beschützen. Sie waren wegen ihm gestorben, wegen seinem Entschluss das er ihnen vertrauen sollte. Doch war vertrauen immer der richtige Weg? Sollte er sich wirklich immer nur auf die anderen verlassen und von hinten zu sehen, wie sie der Reihe nach starben? Die Entscheidung lag laut Levi bei ihm. Niemand konnte ihn aufhalten oder?
Der Blick von Eren lag unter einer Kapuze verdeckt und dennoch sahen seine Augen langsam nach oben um zu Annie zu blicken. Sie war inzwischen bei der Militärpolizei. Schon früher bewunderte er sie für ihre Kampfweise. Oft beobachtete er sie von weiten um ihre Bewegungen zu verstehen und nachzuahmen. Ihre unglaubliche Körperbeherrschung war bei allen bekannt gewesen. Der Star des Nahkampfes. In diesem Augenblick ging es jedoch nicht um die meisterhafte Kämpferin, die als einzige ihrer Einheit der Militärpolizei beitrat. Hier ging es um die Vermutung, dass Annie der weibliche Titan war. Eren hatte schon selbst Probleme zu akzeptieren, dass er sich in diese abscheuliche Kreatur verwandeln konnte. Das Annie nun eine „aussätzige“ sein sollte, glaubte er nicht wirklich. Sie sprachen hier immer von Annie. Annie war Monate lang mit ihnen in der Ausbildung gewesen, sie machte niemals den Eindruck ihnen feindlichen gesinnt zu sein. Zwar strahlte sie immer die Kälte eines Eisblockes aus, aber sie war ihm stets sympathisch gewesen. Er wollte gegen Annie nicht kämpfen.
Genau in diesem Moment hörte er die Stimme der blonden Frau von weiten zu ihm dringen. Er sah überrascht in ihre Richtung und lächelte gequält.
„Sie sind noch viel besser“, erwiderte Eren, auch wenn seine sonstige Begeisterung für die Kundschafter diesmal nicht so zum tragen kam. Er war mehr auf das Problem fixiert, dass er sich einreden wollte das Annie nicht der Titan war. Es hätte immerhin Indizien dafür geben müssen. „Aber zum Schluss ist es eigentlich egal was die Leute sagen. Keiner weiß so wirklich, was dort draußen passiert. Selbst, wenn die Kundschafter scheinbar schlechte Arbeit verrichten, sind sie die, die noch am ehesten etwas bewegen. Egal, wie diese Arbeit aussieht. Sie tun wenigstens etwas.“ Eren konnte Monologe über so etwas halten und er würde weiterhin daran festhalten, dass die Kundschafter die einzig wahren waren, die alles ändern konnten. Dann lächelte er etwas in ihre Richtung.
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Jean Kirschstein

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BeitragThema: Re: [Stohess] Die Unterstadt   Do Sep 06, 2018 9:45 pm

Eigentlich wollte Jean den Eindruck von einem unbeschwerten Gespräch erwecken, doch im Moment wirkte es mehr, als ob alle krampfhaft versuchten, so zu tun, als wären sie unbeschwert. Alle ausser Annie, die konnte er sowieso noch nie einschätzen.
Als die Blonde ihre Frage an Eren richtete, befürchtete Jean bereits, dass der Braunhaarige irgendwas falsches ausplappern würde, doch glücklicherweise hielt er sich zurück. Er erklärte bloss, dass die Kundschafter als einziges etwas bewegten und innerlich musste Jean ihm sogar zustimmen. Eren hatte damit recht, so ungerne er auch einer Meinung mit diesem Hohlkopf war, aber er hatte recht. Und Jean hatte das viel zu spät bemerkt, denn er war es immerhin gewesen, der zuerst nicht zum Aufklärungstrupp hatte gehen wollen.
Der Gedanke daran liess ihn für einen winzigen Moment die Zähne aufeinander beissen.
Dann entspannte er sich wieder. Er liess seinen Blick über Armin und Mikasa schweifen, ihre Gesichter waren ernst und angespannt, wobei das bei Mikasa nicht unbedingt unüblich war. Würde er Armin nicht so gut kennen, hätte Jean vermutet, dass der Kleine demnächst mit der Wahrheit herausplatzen würde.
Es war wichtig, dass sie das hier richtig machten, es würde nämlich beweisen, ob Annie tatsächlich der Schrecken war, denn sie vermuteten. Handfeste Beweise hatten sie nicht und das war ihr Problem. Wenn sie das hier vermasselten, würden sie vielleicht nie mehr eine solche Chance bekommen.
Der Hellbraunhaarige war nervös. Als er auf seine Hand blickte, bemerkte er, wie sie zitterte. Er schluckte, hoffte, seine Nervosität damit runterschlucken zu können ... Aber das klappte natürlich nicht.
Er versteckte seine zitternde Hand in seiner Hosentasche und fuhr sich mit der anderen durch seine Haare.
Was, wenn sie nicht mir runterkäme ...? Vielleicht mussten sie auf andere Art und Weise nach Beweisen suchen. Aber wie?
Jeans Gehirn lief auf Hochtouren. Wie konnten sie ihr Informationen entlocken? Er musste etwas sagen. Irgendetwas. Es wäre verdächtig, wenn er jetzt einfach schwieg und nichts mehr sagen würde. Dann würde Annie besitmmt bemerken, das etwas faul war!
"Ja ...", erklärte Jean dann, seine Worte klangen leicht gedehnt, "Auch wenn ich mir nicht sicher bin, wie lange der Aufklärungstrupp nocht existiert. Eigentlich war es vollkommen lebensmüde, dass ich dieser Einheit beigetreten bin.", er warf Eren kurz einen Blick zu. Der dachte mit Sicherheit keine Sekunde so darüber, aber er war immerhin nicht er. Er war Jean. Wäre Marco damals nicht gestorben, wäre er wohl nun an Annies Seite.
Er sah zu der Blonden. "Du bist wohl als Einzige bei klarem Verstand geblieben und hast die richtige Entscheidung getroffen.", er versuchte, seine Worte wie ein Witz rüberzubringen, "Bei der letzten Mission drausen vor den Mauern wär ich um ein Haar draufgegangen. Da war ein Titan, Annie, der hatte Brü ... Also,d er sah weiblich aus! Und es wirkte, als wäre er ein Abnormer ...", seine letzten Worte hatte er leiser, verschwörerischer ausgesprochen. Und während er das aussprach, blickte er Annies Gesichtszüge ganz genau an. War es ein Spiel mit dem Feuer? Vermutlich.
"Er hätte mich beinahe getötet.", fuhr er fort, "Armin und Reiner auch."
"Jean ...", murmelte Armin, doch Jean ignorierte seine Worte einfach.
"Reiner wurde um ein Haar in seiner Hand zerquetscht! Kannst du dir das vorstellen? Wir sind echt alle lebensmüde, dass wir zum Aufklärungstrupp gegangen sind. Du hast die richtige Entscheidung getroffen Annie, ganz ehrlich."
Ob sie darauf anspringen würde ...?
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Annie Leonhardt

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BeitragThema: Re: [Stohess] Die Unterstadt   Fr Sep 07, 2018 3:54 am

Sie tun wenigstens etwas. Ja, die Kundschafter taten etwas. Das konnte Annie nicht verleugnen. Doch was die Kundschafter taten, war, Annies Mission in den Weg zu geraten. Nichts weiter. Als Eren ihr ein kleines Lächeln schenkte, blieb Annies Gesicht unbewegt, ihre Fassade glatt. Sie nickte knapp.
"Ohne Zweifel", befand sie steif. "Gut, dass es den Aufklärungstrupp gibt", fügte sie daher noch hinzu. Eigentlich aber wäre es ihr natürlich lieber gewesen, es hätte keinen Militärzweig gegeben, der sich so sehr dem Angriff auf Titanen verschrieben hatte. Nur mit Mühe konnte sie ihre Stimme zügeln, um nicht allzu ironisch zu klingen.
Jean ergriff nun wieder das Wort. Er haderte offenbar weitaus mehr mit seiner Entscheidung als Eren oder Mikasa, die bisher völlig schweigsam geblieben war. Jean lobte ihre Entscheidungsfähigkeit und bezeichnete sie als die einzige, die hier bei klarem Verstand war.
"Vielleicht", erwiderte sie vage. Und furchte ein wenig die Stirn, als Jean von der Expedition zu erzählen begann. Innerlich sträubte sie sich dagegen, zuzuhören. Andererseits aber war da auch etwas in ihr, das mit morbider Neugierde lauschte.
Als er das Monster beschrieb, das sie selbst gewesen war, hob sie in gespielter Überraschung die Brauen. "Aha ...", machte sie und täuschte Erstaunen vor. "Ein Titanenmädchen. Interessant."
Sein Blick war irgendwie intensiv. Lebhaft vielleicht, immerhin sprach er gerade von einer Nahtod-Erfahrung. Als Armin seine mädchenhafte Stimme erhob, war Annie geradezu dankbar dafür, denn es gab ihr Gelegenheit, Jeans Augen auszuweichen.
Doch Jean ließ nicht locker. "Reiner wurde um ein Haar in seiner Hand zerquetscht! Kannst du dir das vorstellen? Wir sind echt alle lebensmüde, dass wir zum Aufklärungstrupp gegangen sind. Du hast die richtige Entscheidung getroffen Annie, ganz ehrlich."
Sie schaute wieder ihn an, mit verengten Augen, und presste die Lippen aufeinander, sodass ihr Mund sekundenkurz zu einem schmalen Strich wurde. Dann wandte sie sich zuallererst an Armin, mit leiser, irgendwie zaghafter Stimme.
"Es ist in Ordnung, Armin. Lass ihn ruhig erzählen. Ich werde davon schon keine Albträume bekommen. Und es sind ja auch keine Kinder in der Nähe, die es mitbekommen und sich ängstigen könnten." Sie schaute sich bedachtsam um. Sie hatten einen etwas weiteren Platz betreten, auf dem die Geräusche ihrer Soldatenstiefel besonders laut zu sein schienen. "Um genau zu sein ... ist es heute sogar ziemlich leer hier. Vermutlich wollen sich die Leute alle die Kutsche ansehen, in der der Titanenjunge fährt."
Diese Vermutung sprach sie nicht nur aus, um das Gespräch am Laufen zu halten. Nein, sie tat es auch, um sich selbst vorzumachen, dass diese Erklärung wahrscheinlich war. Wahrscheinlich echt war. In ihrem Nacken machte sich eine unangenehme Feuchte breit.
"Und: Ja!" Dann sprang sie darauf an, was Jean zuletzt gesagt hatte. "Ich habe die richtige Entscheidung getroffen, und ihr die Falsche." Sie versuchte, kühl zu klingen, doch es gelang nicht so vollendet, wie sie es wollte. Trotzdem sprach sie weiter, die Worte sprudelten ihr über die Zunge. "Ihr hättet auch zur Polizei gehen sollen, dann hättet ihr nicht erlebt, was ihr erlebt habt. Kein Titan hätte euch zu zerquetschen versucht, denn ihr wärt nicht da draußen, sondern hier drinnen, wohin die Menschen nunmal gehören. Und wisst ihr was? Ich finde es schrecklich. Ich finde es schrecklich, zu hören, dass ihr fast getötet worden wäret. Doch kann ich wirklich nicht sagen, dass ich auf den Weiblichen Titan wütend sein könnte, wenn es geschehen wäre!" Ruhiger. Ruhiger. Werde wieder ruhiger. Sie atmete tief durch. "Es liegt schließlich bloß in der Natur eines Titanen, genau das zu tun, oder nicht? Wer hinaus geht, muss damit rechnen. So habt ihr entschieden, und so schlecht war eure Entscheidung."
Ihr Blick huschte von Jean zu Eren. "Du kennst meine Meinung zum Aufklärungstrupp", murmelte sie, wieder etwas weicher in der Stimme. "Und bin nur ehrlich. Das tut mir in keinster Weise leid. Du sagst, man muss gegen Titanen kämpfen, fein. Meiner Meinung nach aber sollten Menschen nicht gegen Titanen kämpfen, sondern einfach so gut es geht versuchen, nie einem zu begegnen."
Sie ballte die Fäuste. Um zu verhindern, dass ihr die Finger zitterten.
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